Die Bindung von Manuskripten (Büchern) wurde in der westlichen Welt etwa im 4. Jahrhundert n. Chr. weit verbreitet. Zunächst wurden Papierlagen von Hand genäht - ein Prozess, der ab dem 12. Jahrhundert durch Holzrahmen unterstützt wurde.
Nach Abschluss des Nähvorgangs wurden die Seiten am Buchrücken mit Klebstoffen aus Tierhäuten und Resten weiter gesichert. Der gebundene Textblock wurde anschließend mit Holzdeckeln verstärkt, die mit Nähfäden, sogenannten Bändern (nervi), am Buch befestigt wurden. Diese Holzdeckel wurden danach mit Leder überzogen, das oft entsprechend dem gesellschaftlichen Status des Empfängers dekoriert wurde. Dies ist, stark vereinfacht, die Geschichte des Buchbindungsprozesses.
Durch unsere Zusammenarbeit mit der Opificium Association, die mittelalterliche Handwerkskunst des 12. und 13. Jahrhunderts nachstellt, haben wir eine tiefe Wertschätzung für diese faszinierende und einfallsreiche historische Welt entwickelt.
Unsere Rolle ist dabei pädagogischer Natur, und gemeinsam mit Opificium nehmen wir an mittelalterlichen Märkten teil, auf denen unsere Anwesenheit gewünscht wird.